Im Traum gefangen

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Einige von euch wissen, durch ältere Berichte in meinem Blog, dass ich „jede“ Nacht (so ich denn schlafen kann) träume. Ich nenne diese Traumwelt mein zweites Leben. Es passiert dort nichts weltbewegendes… meine Träume sind bunt, unterhaltsam und manchmal voller Rätsel!?

Mich macht nur stutzig, dass ich niemals von meiner Mutter (sie ist nun schon gut 50 Jahre tot) geträumt habe… und wenn doch, dann war es nicht sie selbst, sondern eine mir völlig „fremde“ Frau. Und wenn ich auf jene fremde Frau, die sich als meine Mutter ausgibt, treffe und sie frage, warum sie am Leben und nicht verstorben sei, ist die Antwort „immer“ die selbe, dass sie untergetaucht sei, weil sie ihre Ruhe haben wollte!

Meine neueste „Traumerrungenschaft“ ist folgende:

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Ich stehe mit einem mir völlig unbekannten jungen Mann (ca. 30 Jahre) auf einer Brücke und unterhalte mich. Ich selbst bin ca. 13 Jahre… Der Fremde, dass wusste ich, war ein Freund/Lebenspartner meiner Mutter… (!) Ich schaute ihm in die Augen und fragte: „Hast du meine Mutter wirklich geliebt?“ Er schaute mich an und sein Gesichtsausdruck wurde plötzlich sehr ernst und sein Blick fiel in eine schier endlose Traurigkeit. Mit: „Natürlich habe ich sie geliebt,“ beantwortete er mir meine Frage und seine Traurigkeit ging auf mich über!

Und genau mit dieser und ein paar Tränen in den Augen bin ich aufgewacht…

Gestern lag ich wieder einmal die ganze Nacht wach, weil mir der Traum nicht aus den Kopf gehen wollte… Heute bin ich mir „fast“ sicher, dass dieser mir fremde Mann, mit dem ich mich unterhalten hatte, der kleine 13 jährige Junge war… also ich selbst. Ich hatte mir die wohl berechtigte Frage aller Fragen selber gestellt… und… habe ich im hier und jetzt eine reale Antwort darauf? Warum muss ich so lange darüber nachdenken??? Warum erinnere ich mich nur an das Gekeife, die Beschimpfungen und die Schläge und nicht an die liebevollen Momente, die „durchaus“ stattgefunden haben?

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Mein Traum aus dem Jahre 2000 (Kuraufenthalt in Bad Salzuflen)

Ein junger und mir völlig unbekannter Mann mit blonden Haaren, den ich eigentlich nur erahnen konnte, weil ich nur seinen Hinterkopf sah, hielt mich an der Hand und sagte mit einer warmherzigen Stimme zu mir: „Komm… ich bringe dich jetzt nach Hause!“

Ich stellte keine Fragen und folgte ihm.

Er führte mich in eine Welt, die ich kaum beschreiben kann.

Wir befanden uns auf einen Weg, der links und rechts von kleinen, weißen Häusern (eine Art Bungalow) gesäumt war. Obwohl ich keine Menschenseele sah, (ich will es mal hier als Dorf beschreiben) lag ein Schleier des Friedens über diese Welt.

Der Weg führte uns zu einer Art Mischung aus Wolkenkratzer und Kathedrale, die irgend wo im Himmel enden wollte… es aber nicht tat. Alles war anders, als wir es hier auf Erden kennen, denn alle Häuser, der schmale Weg, ja selbst diese Kathedrale bestanden nur aus Licht. Einem Licht, wie wir es hier auf Erden nicht kennen! Alles war so wunderschön und trotz dieser Helligkeit erstrahlte alles in einer friedvollen Wärme, die ich abermals nicht beschreiben kann.

Langsam gingen wir den Weg entlang und ich dachte bei mir: „Wenn ich dort in diesem Prunkgebäude nicht wohnen darf, vielleicht darf ich ja in einem der kleinen weißen Häuser einziehen und dort bleiben!?

Ich fühlte mich überglücklich, befreit von allen Ängsten und Sorgen… einfach nur „FREI!“

Dann stand ich vor der Art Kathedrale… mein Begleiter war nicht mehr bei mir.

Ich betrat eine große, wunderschöne, lichtdurchflutete Halle und sah, dass die Menschenmenge, die sich darin befand keinerlei Notiz von mir nahm. Alle verschwanden nach und nach durch die vielen Torbögen, die die Halle umsäumten. Keiner hatte mich auch nur eines Blickes gewürdigt.

Nun stand ich ganz alleine inmitten des Saales… hin und hergerissen von soviel Schönheit und dem Gefühl, dass eine große Liebe meine Seele erfüllt… dann musste ich diesen Traum verlassen!

Zuerst war ich überglücklich, als ich aufwachte und dachte noch so bei mir. Mensch war das schön… danach wurde ich traurig, traurig weil ich dort nicht bleiben durfte.

Später schien es mir, dass mich dort keiner der Menschen wahrgenommen hat, weil meine Zeit noch nicht gekommen war… ich noch nicht dazugehören durfte!?

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Eine Hölle ohne Feuer

Mein Traum irgendwann im Jahre 2012

Ich schlief tief und fest in einem kleinen weißen Wohnwagen. Donnernde und tosende Geräusche ließen mich aufwachen. Ich knipste eine kleine Lampe an und stieg aus meine gemütliche Koje. Ich wollte Wissen was das für Geräuschen sind und öffnete die Wohnwagentür. Was ich da erblickte ließ mir mein Blut fast in den Adern gefrieren.

Es war stockfinstere Nacht, nur der Mond stand klar am Himmel und ließ mich durch seinen matten Schein erkennen wo ich war. Ich befand mich mit meinem Wohnwagen mitten auf einem schwarzen, tobenden Meer. In der Ferne konnte ich einen pechschwarzen Berg erkennen. Die Wellen schlugen zum Teil meterhoch gegen die Klippen. Ich selbst befand mich inmitten eines Soges, der mich zwar nicht nach unten, aber immer hin und her zog. Ich kniff meine Augen zusammen um zu sehen, ob ich in der Nähe des Berges Lichter von Autos oder Häuser erkennen konnte, aber nichts von alledem. Ich war mit mir, der Nacht und dem Meer allein.

Manchmal hatte ich das Gefühl, die Strömung führte mich hin zu dem Berg, wurde aber immer wieder enttäuscht, wenn sich im nächsten Moment mein Wohnwagen noch schneller und noch weiter von dem Berg entfernte. Das rauschen und das Getöse wurde immer lauter und ich wusste genau, dass sich unweit von mir ein reißender und tiefer Wasserfall befindet. Ich dachte nur noch voller Angst und Entsetzen: So sieht also mein Ende aus, nun wenn es dann sein muss…

Dann bin ich aufgewacht. Mensch war ich erleichtert, dass das ,,nur ein Traum“ war.

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Endlich eine richtige Familie

Da waren drei Menschen… ein etwas jüngerer Mann, ein zweiter mittleren Alters und seine Frau, auch mittleren Alters. Obwohl sie mir fremd waren, verband mich mit ihnen eine tiefe Zuneigung…. ja, man könnte es auch Liebe und Vertrauen nennen.

Sie machten mir den Vorschlag, mich in ihrer Mitte als Familienmitglied aufzunehmen. Sie wollte mir eine gute Schwester und auch gleichzeitig eine liebevolle Mutter sein… während sich ihr Mann als sorgender und beschützender Vater anbot. Der jüngere von ihnen meinte, er wäre von nun an mein Bruder, und wolle immer für mich da sein, egal wenn und wann ich ihn brauchte.

Ich war von soviel Selbstlosigkeit und Großherzigkeit so übermannt, dass ich vor lauter Freude nur noch Rotz und Wasser heulten konnte. Ja… zu ihnen wollte ich gehören und mit ihnen leben.

Ich wollte diese erfreuliche Nachricht meiner leiblichen (verstorbenen) Mutter überbringen, aber ich erreichte sie nicht. Ich stand vor ihrem Haus… dort brannte Licht, also musste sie Zuhause sein. Vor ihrem Haus lagen Übermengen von Bauschutt und der restliche Zugang wurde durch tiefe Gräben und von herumstehenden Baggern versperrt. Telefonieren konnte ich nicht… das kann ich in keinem meiner Träume.

So ging ich unverrichteter Dinge wieder zu meiner neuen Familie zurück… aber dieses mal ohne Tränen in den Augen, sondern im Glücksgefühl und mit aufrichtiger Liebe im Herzen.

Der Traum lässt mich einfach nicht los, weil ich mich frage, was mich damals in meiner realen Familie so angewidert hat, dass ich heute noch, nach über 60 Jahren mich einfach nicht mehr erinnern möchte. Leider habe ich den Schalter zum ausknipsen immer noch nicht gefunden.

Auf der anderen Seite… ich kenne die Gründe… vielleicht will ich sie nur nicht wahrhaben!?

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Ich habe ja immer Menschen belächelt, die von ihren „Alp-Träumen“ berichteten, weil sie mir bis dato völlig fremd waren. Das hat sich aber seit heute Nacht (10.08.2016) geändert. Jetzt hat es auch mich erwischt und zwar eiskalt…

Ich stehe auf unseren Balkon…. kann die Hand nicht vor den Augen erkennen…. mein ganzes Gegenüber ist in eine Art Nebel oder Milchglas verschmolzen. Von weiter Ferne erkenne ich ein dunkles etwas, das mich an einen schwimmenden Rochen erinnert. Es kommt auf mich zu… wird immer größer und bedrohlicher und als es die Größe eines Heißluftballons (als Beispiel) erreicht, zieht es an mir vorüber.

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Das selbe wiederholt sich… aber dieses mal sind es zwei dieser finsteren, angsteinflößenden Geschöpfe, die sich anscheinend gegenseitig jagten.

Ich stand immer noch auf dem Balkon und konnte nicht glauben, was ich da sah. Meine Gedanken waren die, dass ich mich fragte, ob ich verstorben sei und dies hier die „andere“ Welt ist. Aber ich konnte mich an meinen Tod nicht erinnern…

Wieder schaute ich hinauf in das nebelige Nichts und dieses mal kam es knüppeldicke… ein riesiges schwarz-weißes Ungetüm, dass um ein „mehrfaches“ größer war als das, was ich schon vorher sehen musste und mich in Angst und Schrecken versetzte, kam langsam, seinen riesigen Schatten voraus werfend von oben auf mich herab. Es ähnelte einem Wal… in einer unbeschreiblichen Dimension. 

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Total verängstigt tastete ich mich mit dem Rücken zur Wand in Richtung Balkontür… konnte sie aber nicht finden/erreichen. Plötzlich umklammerte mich etwas von hinten und wollte mich festhalten und herunterziehen… und diese Umklammerung war so real, dass ich hätte schwören können, sie wäre genau in jener Sekunde passiert, als ich wegen ihr aus dem Traum gerissen wurde!

Das war also mein erster Alptraum… mit wenig Aufwand… dafür aber der Horror pur.

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Die Notbremse ziehen…  >05.2017<

Heute hatte ich wieder einmal einen Traum, der an Aussagekraft nicht zu überbieten war.

Ich war wieder einmal zur Kur. Ich lernte dort freundliche und fröhliche Menschen kennen und alles schien in Ordnung zu sein. Es war, wie schon so oft, eine bunte, heile Welt.

Am Tag meiner Entlassung folgten die ersten Abschiedstränen und gerne hätte ich zu den einen oder anderen Kurgast den Kontakt aufrecht gehalten, aber schon die versprochenen Verabredungen auf dem Bahnhof sollte mich eines besseren belehren. Ich stand mit meinem Koffer wie gewohnt alleine da.

Ich stieg in den Bus und trat meine Heimreise „widerwillig“ an. Was erwartete mich dort? Ärger… Enttäuschungen… unnötige Meinungsverschiedenheiten und dadurch entstehende Streitereien… Aufopferungen und eine zu Eis erstarrte Gefühlswelt.

Dennoch kam ich dort an. Ich musste zu meiner Verwunderung feststellen, dass mich irgendjemand im Kurhaus mit bunt, eingefärbten Haar (rot-gelb und grün) aufgehübscht hat und dass ich in einem Hotel wohnte. Dort klapperte ich die Zimmer ab um den Menschen aufzusuchen, der mit mir sein Leben teilte.

Ich öffnete eine Tür und da stand sie… eine mir un-bekannte, männliche Person, der ich sämtliche Lebensfreude über Jahre genommen habe und die von mir den Auftrag hatte, sich ausschließlich um andere, aber nicht um sich selbst zu kümmern.

Er schaute mich mich überrascht, aber mit traurigen Augen an.

Als er vor mir stand, zog ich ihn ganz nah an mich heran und streichelte ihn übers Haar. Auch er hatte die gleiche Haarfärbung (rot-gelb und grün) wie ich. Überglücklich versprach ich, ihn nie wieder alleine oder im Stich zu lassen und dass ich mich um ihn kümmern werde, falls er sich wieder einmal einsam, hilflos und verlassen fühlen sollte. Dieses mal waren es Freudentränen, die ich weinte. Ich fühlte mich dankbar und frei…

Als ich erwachte, war mir „sofort“ klar, wer dieser Mann war… das war ich selbst. Ich muss, koste es was es wolle, die Notbremse ziehen, wenn ich mich nicht völlig und ganz verlieren möchte, war mein erster Gedanke!

Auch der maßgebliche Grund für diesen Traum war plausibel… ca. 24 Stunden vorher wurde ich mit dem RTW (über 112 gerufen) in die Notfallaufnahme ins Krankenhaus befördert. Die Umgangsformen der 4 Männer hier bei uns Zuhause mir gegenüber, (2 Sanitäter, 2 Ärzte) haben mir sofort das Gefühl vermittelt: „Wir sind für dich da… du brauchst keine Angst zu haben!“ Das ganze Geschehen schien, trotz hoher Gefahr, Balsam für meine Seele gewesen zu sein.

Und genau dieser Traum hat mich auch veranlasst, zu allem, was das Thema Bloggen betrifft, eine „drastische“ Kehrtwendung zu machen. Ich habe jemanden ein Versprechen gegeben, und das möchte ich halten!!!

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4 Gedanken zu “Im Traum gefangen

  1. a_604_69d59474Das mag der kleine, aber feine Unterschied sein… dein Blog verschafft dir einen seelischen Ausgleich zu deinen Sorgen/Problemen… für mich hingegen, war er „letztendlich“ doch nur noch eine Belastung, die ich nun zur Entlastung ernannt habe. Ich möchte mir nicht mit fiktiven Menschen eine Scheinwelt aufbauen, die mich immer mehr in eine Introvertiertheit hinein-katapultiert. Eigentlich, hatte ich, was dies anging, den Berggipfel schon lange erreicht… der Rest war nur noch ein klägliches auf und ab, oder ein oberflächliches, leeres Geplänkel, nur um weiterhin dabei zu sein.
    Wenn ich mal hier und dort etwas nachlesen möchte, werde ich das tun… es sollte aber nicht mehr meinen Tagesrhythmus bestimmen.
    Ja-ja… ich weiß… die Frage, warum hast du das überhaupt zugelassen, wäre berechtigt… ich hatte eben die Kontrolle darüber verloren…
    LG
    „Im Namen Gottes“ findet man weiterhin auf meinem Märchenblog, oder über den Hinweis hier bei: „Über meinereiner!“

    Gefällt 1 Person

    • Stimmt schon, dass es einen großen Unterschied macht unter welchen Umständen, mit welchen Erwartungen…. wenn überhaupt und auch teils Voraussetzungen man in der virtuellen Welt aktiv oder auch passiv ist.
      Für mochte tatsächlich eigentlich schon immer so etwas wie meine kleine Insel der Entspannung und auch immer wieder mal Freude über witziges, tiefsinniges oder auch Interessantes im Blog so netter, wirklicher Menschen wie auch du es bist.
      Mehr dazu später wenn mehr Zeit….
      Liebs Grüßle🍀

      Gefällt 1 Person

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